Physikalische Erklärung: “Backblechrennen”

Auf Rollen lässt sich das Backblech leichter fortbewegen als wenn es über den Boden geschleift wird. Warum?

Das Naturgesetz

Werden zwei Körper gegen einander bewegt, so entsteht zwischen ihren Berührungsflächen eine Reibungskraft, die die Fortbewegung hemmt; das heißt: die Reibungskraft wirkt immer in entgegen gesetzter Richtung zur Fortbewegung. Einerseits verbraucht die Reibung Energie, andererseits brauchen wir die Reibung aber auch, um beispielsweise Antriebskräfte zu übertragen.
Der größte Widerstand gegen eine Bewegung ist die Haftung, auch Haftreibung genannt. Das ist die Kraft, die wirkt, wenn eine Fortbewegung beginnt (Losreißwiderstand). Hat sich der Körper erst einmal in Bewegung gesetzt, wirkt die gleitende beziehungsweise die rollende Reibung. Die rollende Reibung ist sehr viel kleiner als die gleitende Reibung.

Bildleiste Reibung erklärende Grafiken

Beispiele aus dem Alltag

Schon beim Bau der Pyramiden haben die Menschen herausgefunden, dass die rollende Reibung sehr viel kleiner ist als gleitende Reibung (siehe Bild)
Durch die Erfindung des Rades wurde die gleitende Reibung durch die geringere rollende Reibung ersetzt. Ein Körper auf Rädern lässt sich leichter ziehen als einer auf Kufen. Die ältesten, bekannten Darstellungen von Rädern stammen aus der Zeit 2600 v. Chr.
Kugel- und Wälzlager haben eine wesentlich geringere Reibungskraft als Gleitlager.
Durch Glättung der Oberflächen und Schmierung kann die Reibungskraft zusätzlich verringert werden.
Will man jedoch eine Antriebskraft übertragen, so muss man unter Umständen die Reibung vergrößern, z.B. durch Sanden bei Schneeglätte.

Weitere Informationen

Weitere Infos unter Versuchseinheit Reibung (Zauberhafte Physik in Grundschulen)
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Beispiel schiefe Ebene Pyramidenbau