Physikalische Erklärung: “Zauberfarben”

Die Watte saugt das Wasser ins Filterpapier; die Farben zerfließen. Warum?

Das Naturgesetz

Infolge von Adhäsion wird Wasser von der Watte ins Filterblatt gesaugt und breitet sich dort aus (Kapillareffekt). Es nimmt
die Farben bei seiner Ausbreitung unterschiedlich schnell mit.

Macht man den Versuch mit einem schwarzen, wasserlöslichen Filzstift, so wird die schwarze Farbe in ihre Bestandteile zerlegt. Durch die unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeiten der Farben entstehen einzelne verschiedenfarbige Ringe. Die Moleküle der einzelnen Farbstoffe werden an der „stationären Phase“, den feuchten Papierfasern, unterschiedlich stark festgehalten und wandern daher verschieden schnell. Dieses Phänomen nennt man Chromatographie.
Man kann mit diesem Versuch zeigen, dass Schwarz keine richtige Farbe ist, sondern durch Mischen unterschiedlicher Farbstoffe entsteht. In der Farbenlehre nennt man Schwarz eine „unbunte Farbe“, ebenso Weiß und Grau.
 
Bildleiste mit dem Ergebnis Zauberfarben
 

Beispiel aus dem Alltag

In der Chromatographie wird die unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Stoffen zur Trennung von Substanzen
benutzt. Sie wird für chemische Analysen und zur Darstellung reiner Stoffe aus Gemischen angewendet.

Weitere Informationen

Weitere Infos unter Versuchseinheit Wasser (Zauberhafte Physik in Grundschulen).
Extern bei: haus-der-kleinen-forscher.de
 
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